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Für Change-Projekte alle Mitarbeiter mitnehmen

Change-Projekte in Unternehmen können Spaß machen – und sollten Spaß machen. Diese Meinung vertreten nahezu alle Teilnehmer einer aktuellen Befragung von Führungskräften. Die Umfrage zeigt auch: Wichtige Projekte drohen zu scheitern, wenn sie von den Mitarbeitern nicht getragen werden.

Change-Projekte können und sollen Spaß machen, zeigt eine aktuelle Mutaree-Befragung. Bild: © Robert Kneschke / stock.adobe.com

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Befragung „Macht Change Spaß?“ der Mutaree GmbH für Veränderungsmanagement. 212 Führungskräfte und Mitarbeiter antworteten mit Blick auf ihre persönliche Situation in Veränderungsprozessen ihrer Organisation.

„Veränderungsprojekte sind nach wie vor ein zentrales Thema der Unternehmen und meistens sind viele, wenn nicht gar alle Mitarbeiter davon betroffen. Und noch immer scheitern viele Projekte, weil sie nicht von den Mitarbeitern getragen werden. Das aktuelle Umfrageergebnis zeigt jedoch: Change kann Spaß machen und erfolgreich sein, wenn die Bedürfnisse der Menschen ernst genommen und berücksichtigt werden. Hierin liegt für die Unternehmen eine große Chance“, bilanziert Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH, den Erkenntnisgewinn.

Klarheit und Transparenz am wichtigsten

Die Umfrage zeigt: der Erfolg einer Unternehmensstrategie oder Veränderung hängt davon ab, ob die Mitarbeiter engagiert, motiviert und leistungsbereit mitziehen. Unternehmen müssten die Mitarbeiter ernst nehmen und ihre Bedürfnisse kennen. Klarheit und Transparenz sei den Befragten am wichtigsten, gefolgt von Beteiligung, Wertschätzung, Sinnhaftigkeit und Orientierung.

Soweit die Theorie. Die Praxis sieht anders aus. 61 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass in ihrer aktuellen Situation das Bedürfnis nach Klarheit und Transparenz sehr schlecht oder schlecht erfüllt wird, 54 Prozent bewerten die Wertschätzung ihrer Arbeit als sehr schlecht oder schlecht.

„Die Botschaft ist klar. Mitarbeiter brauchen deutlich mehr Dialog: es gilt, Ziele und Visionen lückenlos und verständlich zu klären und Raum für Rückfragen zu bieten. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter werden erst dann gedeckt, wenn alle Beteiligten ernst genommen werden, sie den Zusammenhang und Sinn der Unternehmensstrategie verstehen und sie die daraus entstehenden Konsequenzen nachvollziehen können“, erklärt Claudia Schmidt.

Nachvollziehbaren Nutzen deutlich machen

86 Prozent der Befragten sind laut Mutaree der Meinung, dass ein nachvollziehbarer Nutzen des Change-Projektes die wichtigste Voraussetzung sei, um einen Change-Prozess motiviert, engagiert und mit Freunde zu unterstützen. Für 60 Prozent spiele es eine große Rolle, Neues gestalten zu können. 57 Prozent erachten die Nachhaltigkeit des Change-Projektes als wichtige Voraussetzung, dicht gefolgt von einer klaren Vision und einem guten Team.

„Ein nachvollziehbarer Nutzen ist der wichtigste Treiber, um Menschen für den Change zu begeistern. Im Rahmen der gesamten Change-Kommunikation gewinnt damit die Change-Story an Bedeutung. Die Geschichte muss gleich im ersten Schritt einen Großteil der Fragen beantworten, die aufkommen könnten. Ratsam ist es, zu überprüfen, ob die Mitarbeiter den Sachverhalt richtig verstanden haben und welche offenen Fragen es noch gibt“, rät Claudia Schmidt.

Angst, Stress und Orientierungslosigkeit bremsen

82 Prozent der Mitarbeiter sind der Meinung, dass vor allem Angst die größte Hürde im Change-Prozess ist. 73 Prozent fühlen sich durch einen inneren Widerstand und 72 Prozent durch Orientierungslosigkeit gebremst. Führungskräfte hingegen sagen, dass die größte Herausforderung in der Überlastung durch Stress liegt, gefolgt von Orientierungslosigkeit. „Führungskräfte sind im Change der entscheidende Übersetzer und Motivator. Unklare Visionen, fehlende Planung und widersprüchliche Zielstellungen schaffen Orientierungslosigkeit bei Mitarbeitern und Führungskräften. Alle Beteiligten brauchen einen intensiven Dialog, um Verständnis zu entwickeln und ausreichend Zeit für die Umsetzung, um Überforderungen zu vermeiden. Nur wer die Menschen gewinnt, führt den Change zum Erfolg“, sagt Claudia Schmidt.

Zur Mutaree-Studie geht’s hier.

Der Beitrag Für Change-Projekte alle Mitarbeiter mitnehmen erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.

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