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Beate Uhse geht in Eigensanierung

Beate Uhse und die Selbstsanierung. Bild: © AndreaAstes / Getty Images / iStock

Jetzt steht es fest: Das insolvente Erotik-Unternehmen Beate Uhse wird sich selbst sanieren. Nachdem der Antrag beim Amtsgericht Flensburg einging, kam nun die Zusage.

Beate Uhse und die Selbstsanierung. Bild: © AndreaAstes / Getty Images / iStock
Beate Uhse und die Selbstsanierung. Bild: © AndreaAstes / Getty Images / iStock

Noch letzte Woche fanden Verhandlungen über eine Finanzierungsaufnahme zwischen Beate Uhse und einer Investorengruppe statt. Diese sind jedoch gescheitert und haben den Erotik-Konzern dazu genötigt, einen Insolvenzantrag zu stellen. Das Amtsgericht Flensburg hat dem Antrag der Beate Uhse AG stattgegeben und durch Beschluss vom 15. Dezember 2017 die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Im Zuge dessen wurde der White & Case Partner Dr. Sven-Holger Undritz zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Beraten wird die Beate Uhse AG dabei durch die Wirtschaftskanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner Rechtsanwälte.

Von dem Insolvenzantrag ist nur die Holdinggesellschaft, die Beate Uhse AG, betroffen. Für die operativ tätigen Tochtergesellschaften der Beate Uhse AG wurden keine Insolvenzanträge gestellt. Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt.

Beate Uhse: Seit 1946 im Geschäft

Den Grundstein des Erotikunternehmens legte Beate Uhse 1946 mit dem Verfassen von Aufklärungsbroschüren. 1951 gründete die Namensgeberin das „Versandhaus Beate Uhse“. Die Gründung der Beate Uhse AG erfolgte 1981 durch die Firmengründerin und ihren Sohn Ulrich. Beate Uhse war die erste börsennotierte Erotik-Aktiengesellschaft. Seit 1999 werden die Aktien des Unternehmens an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

Seit mehreren Jahren schon leidet Beate Uhse unter der wachsenden Konkurrenz aus dem Internet. Damit hat das Unternehmen in den letzten Jahren den Anschluss an die Marktentwicklungen verloren und befindet sich seit geraumer Zeit in der Krise. Im April 2017 wurde Michael Specht zum Vorstandsvorsitzenden der Beate Uhse AG bestellt, der seitdem den Sanierungsprozess gezielt vorantreibt. Trotz starker Überschuldung verfügt das Unternehmen jedoch über ein sanierungsfähiges Geschäftsmodell.

Nachhaltige und zügige Sanierung als Ziel

Michael Specht erklärt: „Unser Ziel ist es, im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung die operative und finanzielle Sanierung der Beate Uhse AG nachhaltig und zügig umzusetzen. Wir haben damit einen Weg eingeschlagen, bei dem wir sehr zuversichtlich sind, die Unternehmensgruppe als Ganzes sanieren zu können.“

Der Beitrag Beate Uhse geht in Eigensanierung erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.

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